Der Astro-Hack: So nutzt du die SV226 Filterschublade am Svbony SV535 Objektiv
- sfeichtenboeck
- 22. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Wer kennt es nicht? Man hat das perfekte mobile Setup im Kopf, die Komponenten liegen bereit, und dann macht einem das Thema Backfocus einen Strich durch die Rechnung. Genau vor diesem Problem stehen viele, die das beliebte Svbony SV535 Objektiv mit der SV226 Filterschublade kombinieren möchten.
Zwischen Kamera und Objektiv ist einfach nicht genug Platz, um die Schublade dazwischenzuschrauben, ohne den Fokus zu verlieren. Aber keine Sorge: Mit einem kleinen, genialen Kniff lässt sich das Problem elegant lösen!

Das Problem: Wenn der Backfocus streikt
Das Svbony SV535 ist ein fantastisches, kompaktes Objektiv für die Astrofotografie. Doch sein kurzer Backfocus bedeutet auch, dass der Abstand zwischen der Rückseite des Objektivs und dem Kamerasensor präzise eingehalten werden muss. Schiebt man hier die SV226 Filterschublade dazwischen, wandert die Kamera zu weit nach hinten – und das Bild lässt sich nicht mehr scharfstellen.
Die frustrierende Konsequenz wäre eigentlich: Filter mühsam vor die Linse schrauben. Das macht den Filterwechsel umständlich und langwierig.
Die Lösung: Filterwechsel einfach umgedreht!
Warum die Filterschublade nicht einfach vor das Objektiv setzen?
Das SV535 verfügt an der Vorderseite über ein standardisiertes M48-Gewinde. Und genau hier setzen wir an:
Schraube die SV226 Filterschublade einfach vorne auf das M48-Gewinde des Objektivs.
Setze deine 2-Zoll-Filter (wie Schmalband- oder L-Pro-Filter) wie gewohnt in die Schublade ein.
Der freie Durchmesser eines 2" Filters ist dabei groß genug, um bei der 35mm "kleinen" Frontlinse des SV535 keinerlei Vignettierung zu erzeugen.

Das clevere Finish: Die 3D-gedruckte Taukappe
Wenn die Filterschublade erst einmal ganz vorne sitzt, passt die originale Taukappe des Objektivs natürlich nicht mehr. Aber als moderne Astrofotografen wissen wir uns zu helfen.
Die perfekte Abrundung für dieses Setup ist eine selbst gedruckte Taukappe aus dem 3D-Drucker. Mit dem direkt intergriertem passenden M48-Gewinde kannst du die Taukappe direkt vorne an die SV226 Filterschublade schrauben. Optimalerweise kleidet man die Taukappe noch zusätzlich mit einer selbstklebenden, schwarzen Veloursfolie aus, um störende Reflexionen zu vermeiden.
Die entsprechende 3D-Druck-Datei findest Du hier:

Das Ergebnis ist ein extrem cleanes, modulares und ultraleichtes Setup. Es schützt deine Filter und die Linse effektiv vor Streulicht und fiesem Tau, während der Filterwechsel ein absolutes Kinderspiel bleibt.
Fazit: Umdenken lohnt sich
Manchmal muss man in der Astrofotografie einfach gegen den Strom schwimmen. Die Filterschublade nach vorne zu verlegen, löst das Backfocus-Problem des Svbony SV535 im Handumdrehen. Zusammen mit der maßgeschneiderten Taukappe aus dem Drucker wird daraus eine Profilösung für den schmalen Geldbeutel.
Hast du dieses Setup schon ausprobiert oder nutzt du eine andere kreative Lösung für den kurzen Backfocus? Schreib es mir gerne in die Kommentare!


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